Jugendarbeit

Wochenendseminar für junge Erwachsene 2014

Michael Buk

9. November 2014

„Brot des Lebens und Arznei der Unsterblichkeit.“ Göttliche Liturgie und Eucharistie im Leben des orthodoxen Christen.

Im Mittelpunkt des orthodoxen, kirchlichen Lebens steht die Göttlichen Liturgie, deren Zentrum wiederum die Feier der heiligen Eucharistie, die Gebete der Anaphora (Opferung) und der Epiklese (Wandlung) sowie der damit verbundene Empfang der Göttlichen Gaben bilden. Um diesen Mittelpunkt orthodoxer Spiritualität kreist unsere hauptsächlich gesungene und an Symbolik reiche Liturgie, deren heutige Formsprache bis in das 2. Jahr-hundert zurückreicht, deren uns überlieferte Grundformen (Liturgie des hl. Apostels Jakobus) jedoch bis in die irdische Lebenszeit unseres Herrn Jesus Christus und seiner heiligen Apostel zurückreichen. Insofern finden wir noch heute in unserer Feier der Göttlichen Liturgie viele Elemente des alttestamentarischen, jüdischen Tempelgottesdienstes und des Synagogalgottesdienstes, wie sie während der irdischen Lebenszeit unseres Herrn Jesus Christus üblich waren. Dadurch ist gerade der orthodoxe Gottesdienst mit der reichen symbolischen Bedeutung der alttestamentlichen Teile der Heiligen Schrift auf das Innigste verbinden. Seit apostolischer Zeit haben die heiligen Väter der Kirche diesen überlieferten Gottesdienst immer wieder gedeutet und erklärt, um seine Mitfeier für die Gläubigen geistlich fruchtbar werden zu lassen.

Ausgehend von einer Betrachtung dieser Liturgiedeutungen der heiligen Väter, wollen wir uns der Bedeutung der heiligen Eucharistie als dem „Brot des Lebens“ und als der „Arznei der Unsterblichkeit“ auch für unser eigenes orthodoxes Glaubensleben neu annähern und diese uns wiederum bewusster machen.


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