Jugendarbeit

Wochenendseminar für junge Erwachsene 2015

Michael Buk

26. April 2015

Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei. (1.Mose 2:18)
Christlich orthodoxes Leben als ein Leben in Gemeinschaft

Die christliche Familie wird in der orthodoxen Tradition als eine Kirche im Kleinen betrachtet. Die Heilige Schrift vergleicht die Beziehung zwischen Gott und der Kirche mit der Beziehung des Ehemannes zu seiner Ehefrau. Die tiefgründigste Sicht liebender Gemeinschaft wird uns im Buch der Offenbarung vor Augen gestellt, wo von der Ehe des Lammes (Christus) gesprochen wird, die als die Vereinigung der Gläubigen mit Christus gedeutet wird, wenn Gott und Mensch durch ein gemeinsames Leben vereint sind. Die kirchliche Sicht eines gelingenden menschlichen Daseins als eines auf die Gemeinschaft mit Gott und seinen Mitmenschen hin angelegtes Leben ist jedoch heute vielen zeitgeistigen Fehldeutungen ausgesetzt. Die säkulare Welt- und Lebenssicht missdeutet die Haltung der Kirche als ein System von unzeitgemäßen und die menschliche Freiheit einengenden Verboten. Was aber sagt unsere orthodoxe Kirche wirklich zum Thema der Sexualität des Menschen? Wie versteht sie die Einbindung des Menschen in Ehe, Familie und Mönchtum als den traditionellen christlich orthodoxen Lebensformen der menschlichen Gemeinschaft? Und wie können die inzwischen auch in den orthodoxen Gemeinden vermehrt anzutreffenden Singles ihren Platz im Leben finden? Wie können sie zu einer erfüllten, gelingenden und aus dem christlich orthodoxen Glauben hervorgehenden Lebensgestaltung finden, auch wenn einerseits ihre Suche nach dem passenden Lebenspartner (bisher noch nicht) erfolgreich war und sie anderseits Gottes Ruf zum Eintritt in das Mönchtum bei sich selbst nicht wahrnehmen können?


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